ETWAS GESCHICHTE…
„Es ist ein sonderbares Gebirge, man weiß nicht, wo die Natur aufhört und wo die Geschichte anfängt“
(Sergio Bonato)
Die Hochebene von Asiago mit den 7 Gemeinden ist berühmt für eine Jahrtausende alte Geschichte. Wertvolle Spuren aus der antiken Vergangenheit sind die Graffiti des Assatals (graffiti della Val d’Assa), diese Einkerbungen stammen aus dem 1° Jahrtausend v. C. Auf den Wänden des Tunkelbald (auf zimbrischer Sprache: dunkler Wald), auf einer Fläche, die insgesamt 40 Meter lang und 7 Meter hoch ist, ist es möglich über 10.000 Figuren und Symbole zu bewundern. Im Ort Bostel bei Rotzo können Sie ein Wohnhaus besichtigen, das nach einem Modell der ersten Behausungen des Menschen nachgebaut wurde.
Die uralte Geschichte der Hochebene mit den 7 Gemeinden und deren Bewohner lebt heute noch zwischen dem Grünen der Berge und in Erinnerung der Bewohner der Hochebene. Viele Orte der Hochebene erhielten Ihre Namen aus der zimbrischen Sprache (Kaberlaba, Ekar, Prunno), während eindrucksvolle Orte wie der Altar Knotto, der Schlund Tanzerloch und die Höhlen Zelighen Baiblen an die geheimnisvolle Anwesendheit von Zauberkreaturen erinnern. Diese Zauberwesen faszinierten und beängstigten die Bewohner der Hochebene seit über 1000 Jahren. Sitten, Rituale und Legenden erwachen wieder zum Leben. Besonders auch während des Festivals Hoga Zait. Dieses Festival ist jedes Jahr ganz der Entdeckung der alten Welt der Zimbern gewidmet und wartet mit faszinierenden Veranstaltungen auf.
Der Erste Weltkrieg hat die neuere Geschichte der Hochebene von Asiago mit den 7 Gemeinden gekennzeichnet. Die Berge, der bekannteste ist Monte Ortigara, sind Schauplätze erbitterter und blutiger Kämpfe zwischen der italienischen und der österreichischen Armee gewesen. Die Ortschaften sind zum groβen Teil zerstört worden und die stolzen Nachfahren der Zimbern sind zur Flucht in die sichere Ebene gezwungen worden. Es gibt zahlreiche Monumente, die von der blinden Zerstörungswut des Krieges hinterlassen worden sind und die heute Ausflugsziel für tausende von Besuchern sind. Die aber auch zum Nachdenken anregen sollen. Aufwändige Wiederinstandsetzungen und Sicherstellung von Schützengräben und Kriegsgebäuden haben die kürzliche Eröffnung des Ecomuseum des groβen Weltkrieges – Prealpi Vicentine ermöglicht.
… UND EINIGE KURIOSITÄTEN
Die höchste Brücke Italiens befindet sich zwischen den Dörfern Foza und Enego auf der Hochebene der 7 Gemeinden
Bei Sasso von Asiago , auf der Hochebene der 7 Gemeinden, befindet sich die längste Freitreppe der Welt: die „Calà del Sasso“ , die 4444 Stufen zählt
Auf der Hochebene gibt es zwei Sternwarten, die sich im Besitz der Universität von Padua befinden. Eine von ihnen beherbergt das größte optische Gerät von ganz Italien.
Auf der Hochebene der sieben Gemeinden gibt es über 90 Almen. Diese bilden das wichtigste Almensystem des ganzen Alpenbogens.
Die erste Alpenjägerversammlung hat auf dem Monte Ortigara stattgefunden
Die erste Ausgabe des Festivalbars (so wie auch weitere Ausgaben) hat in Asiago stattgefunden